Internet via Glasfaser für Obfelden: braucht es das?

In diesen Tagen macht die Swisscom hier viel Werbung für einen Internetanschluss via Glasfaser. Lohnt sich dieser Anschluss für einen Privathaushalt?

Um es kurz zu machen: Nein. In der Regel genügt ein Internetanschluss über Telefon- und Fernsehkabel. Nachfolgend die etwas längere Erklärung dazu.

In Obfelden gibt es aktuell die Möglichkeit über das Fernsehkabel das Internet zu beziehen. Dann ist man an den Anbieter WWZ bzw. Quickline gebunden. Über das Telefonkabel lässt sich der Anbieter unter verschiedensten Konkurrenten auswählen. Soviel zur Anbieter-Situation.

Wichtig ist nun die Geschwindigkeit. Zu unterschieden gilt hier das Herunterladen (Download) und Hochladen (Upload). Für Privathaushalte liegt der Fokus meistens auf dem Download (Software, Filme, Streaming). Als Gradmesser nehmen wir den Serien- und Filmeanbieter Netflix, da Filme in der Regel den höchsten Bedarf an Speed haben. Netflix empfehlt für HD-Qualität eine Download-Geschwindigkeit von 5,0 Mbit pro Sekunde.

Das heisst nun, nur schon die „langsamsten“ oder besser gesagt die günstigsten Abos decken sehr viel ab. So zum Beispiel bei Swisscom „Internet S“ sind es 40Mbit/s oder bei Quickline mit „Smart S“ sind es 60Mbit/s. Das genügt bei Netflix mit Reserve für 4 bis 6 gleichzeitige Filme in HD.

Zusammenfassend lässt sich sagen, ein Glasfaseranschluss mit bis zu 500Mbit/s ist derzeit kaum nötig. Für die Zukunft lässt sich natürlich nicht ausschliessen, dass solche Geschwindigkeiten notwendig werden. Im Moment noch nicht. Davon ausgenommen sind geschäftliche Verwendungszwecke mit höherem Bedarf oder mehreren Mitarbeitern.

Weitere Infos zu den Internetanschlüssen von Swisscom

Weitere Infos zu den Internetanschlüssen von Quickline

Unabhänigiger Geschwindigkeitstest von Netflix