Der Steuerfuss für Obfelden bleibt unverändert – Franziska Marty herzlich verabschiedet

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An der gestrigen Gemeindeversammlung ging es 2x mal um Budget-Fragen und die dazugehörigen Steuerfüsse. Beide Abstimmungen wurden von der Mehrheit angenommen. Der Steuerfuss in Obfelden bleibt somit unverändert bei 121 Prozent (ohne Kirche). Auch eine herzliche Verabschiedung fand in den knapp 50 Minuten Platz.

An diesem trüben, nasskalten Winterabend in Obfelden fanden 53 Stimmberechtigte den Weg in die Mehrzweckhalle Zendenfrei. Diese war corona-konform mit viel Abstand gestuhlt, eine Maskenpflicht bestand und die Kontaktdaten mussten angegeben werden.

Neue ICT-Infrastruktur für die Sekundarschule

Im ersten Teil behandelte Schulpflegepräsidentin Susanne van Hoof die Geschäfte der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach. Der frisch als ICT-Verantwortliche gewählte Jure Batur erklärte das erste Traktandum. Es ging um die Erneuerung und Erweiterung der ICT-Infrastruktur für insgesamt eine halbe Million Franken. Das Geschäft wurde ohne Rückfragen und einstimmig genehmigt.

Budget-Entscheidung mit Misstönen

Das zweite Traktandum sorgte kurz für Unruhe. Das von Finanzvorsteherin Bettina Bucher vorgeschlagene Budget 2021 und der unveränderte Steuerfuss von 26% sorgte für einen Antrag. Frau Caruso verlangte eine Senkung auf 24%, da die Erhöhung nur für den Neubau des Schulgebäudes benötigt wurde und jetzt wieder rückgängig gemacht werden sollte. Sie habe das detailliert durchgerechnet. Dem Anliegen wurde entgegnet, dass in den nächsten Jahren Kredite über 5 und 3 Millionen Franken zurückbezahlt werden müssen und somit für genügend Geld gesorgt werden muss.

Die Versammlung beschloss nicht auf den Antrag einzugehen und stimmte dem Budget 2021 einstimmig zu. Auch der Steuerfuss wurde von der Mehrheit angenommen.

Obfelden budgetiert eine „rote“ Null

Für die Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde verblieben 44 Stimmberechtigte in der Halle. Gemeindepräsident Stephan Hinners übernahm und übergab das Wort an Finanzvorstand Christoph Kobel. Das Budget 2021 plant Mehrausgaben bei der Bildung (412’000.-) und der Sozialen Sicherheit (400’000) ein. An den Gebäuden der Primarschule stehen diverse Sanierungsarbeiten an. Mit dem aktuellen Steuerfuss von 95% wird gemäss Kobel mit einer roten Null geplant, das heisst ein Verlust von gut 50’000 Schweizer Franken ist budgetiert. Allerdings wurde angemerkt, dass die ganze Planung corona-bedingt mit einer hohen Unsicherheit bezüglich Steuereinnahmen und Gesundheitskosten behaftet ist.

In den letzen Jahren konnte Obfelden seine Investitionen mit eigenen Mitteln finanzieren. Im Ausblick auf auf die nächsten Jahre wies der Finanzvorstand darauf hin, dass man auf Fremdkapital angewiesen sein wird. Dies zum Beispiel, falls auf dem Postareal Bauten für altersgerechtes Wohnen realisiert werden sollen. Das Budget 2021 und der Steuerfuss von 95% wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen.

Verabschiedung von Franziska Marty

Bevor Stephan Hinners die Versammlung schloss, nutzte er die Gelegenheit sich bei Gemeinderätin Franziska Marty zu bedanken. Die Gesundheitsvorsteherin hat auf Januar 2021 Ihren Rücktritt eingereicht. Hinners zählte die unzähligen Zuständigkeiten auf, erwähnte die gut 200 Gemeinderatssitzungen und über 20 Gemeindeversammlungen in welchen Marty in den letzten 10 Jahren mit viel Engagement dabei war. Er wisse, dass ihr der Rücktritt nicht einfach gefallen sei, wünschte ihr aber alles Gute in ihrer neuen Aufgabe als Geschäftsführerin im Pflegezentrum Sonnenberg in Affoltern. Mit Blumenstrauss und grossem Applaus wurde Franziska Marty verabschiedet.

Franziska Marty bedankt sich für die Verabschiedung: „Ich habe das sehr gerne gemacht“, erklärte die zurücktretende Gemeinderätin.

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