88% der Bevölkerung in Obfelden wünschen sich digitale News

Rund 450 Obfelderinnen und Obfelder haben im Herbst 2019 an einer Online-Befragung der Gemeinde teilgenommen. Grösste Stärken der Gemeinde sind die ländliche Umgebung sowie die gute Lage zwischen Zürich und Zug. Als grösste Probleme werden das fehlende Dorfzentrum sowie der Durchgangs- und Schwerverkehr betrachtet. Ebenso soll die Kommunikation der Gemeinde gemäss den Teilnehmenden modernisiert werden. Insbesondere wünscht sich eine grosse Mehrheit auch digitale News von der Gemeinde. Der Gemeinderat hat ein Massnahmenpaket beschlossen, mit dem die Kommunikation ab 2020 modernisiert werden soll. 

Erstmals hat die Gemeinde Obfelden eine umfassende Online-Bevölkerungsumfrage durchgeführt, um die aktuellen Informationsbedürfnisse, die Wahrnehmung der Gemeinde sowie weitere Themen zu erheben. 

Image der Gemeinde ist okay

43% der Bevölkerung beurteilen demnach das Image der Gemeinde als gut bis sehr gut, weitere 50% als durchschnittlich. Neuzuzüger und Personen, die in Obfelden aufgewachsen sind, zeigten sich insgesamt am zufriedensten; die Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen blickt am kritischsten auf den eigenen Wohnort. 

Restaurant-Sterben wird beklagt – aber viel zu wenige gehen hin

Als grösste Stärken der Gemeinde gelten die Nähe zur Natur sowie die attraktive Lage zwischen den Zentren Zürich und Zug, inklusive der guten Verkehrserschliessung (ÖV und Privatverkehr). Als Negativpunkte betrachtet die Bevölkerung das fehlende Dorfzentrum, die hohe Belastung mit Durchgangs- und Schwerverkehr sowie das Restaurant-Sterben. Beim Restaurant-Sterben hinkt das Verhalten jedoch der Problemwahrnehmung hinterher: Die Mehrheit gab an, entweder gar nie oder lediglich ein- bis zweimal pro Jahr selbst ein Restaurant in Obfelden zu besuchen. 

Wichtige Projekte und Dorfentwicklung interessieren am meisten

Am wichtigsten ist der Bevölkerung die aktuelle Information zu Projekten der Gemeinde sowie zur Dorf-Entwicklung. Ebenso stehen mehr Informationen zu Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten auf der Wunschliste. Politische Themen im engeren Sinn landen bei den beliebtesten Themen lediglich auf dem siebten Platz. Am geringsten ist das Interesse hierfür bei den 20- bis 30-Jährigen. Markant höher wird das Interesse an politischen Themen erst bei Personen ab 46 Jahren (38%) und dann ab 65 Jahren (49%). 

«Anzeiger» als wichtigste Informationsquelle

Als wichtigste Informationsquelle gilt derzeit der «Anzeiger», gefolgt vom Dorfmagazin Impuls. Bei den unter 30-Jährigen fällt die Lesequote jedoch beim «Anzeiger» (65%) sowie beim Impuls (35%) deutlich ab. Ein sehr grosses Bedürfnis quer durch alle Altersgruppen ist ein digitaler Informationskanal: 88% der Bevölkerung wünschen sich aktuelle digitale News von der Gemeinde, wobei der Anteil selbst bei über 65-Jährigen noch bei über 80% liegt. 

Gemeinde Obfelden modernisiert Kommunikation im 2020

«Die Umfrage zeigt, dass wir punkto Bevölkerungsinformation einen klaren Handlungsbedarf haben», bilanziert Thomas Ammann, Gemeindepräsident von Obfelden, die Resultate. «Das Bedürfnis nach zeitnahen, einfach zugänglichen News ist überdeutlich und wir werden unsere digitale Infrastruktur entsprechend ausbauen.» Konkret sollen das Erscheinungsbild aufgefrischt, die Website der Gemeinde modernisiert und eine Gemeinde-App eingeführt werden, die nebst von der Gemeinde selbst auch von den Vereinen, weiteren Organisationen sowie Privaten genutzt werden kann. Ferner plant der Gemeinderat, neue Informations-veranstaltungen einzuführen, die dem Bedürfnis nach themen- und projektbezogener Information entsprechen. Für 2021 ist zuletzt auch ein neues Mitteilungsblatt geplant, da nicht nur ältere Personen gedruckte Information weiterhin schätzen.

«Die aktive Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner an der Umfrage hat uns sehr gefreut», so Thomas Ammann. «Mit dem beschlossenen Massnahmenpaket wollen wir nun Taten folgen lassen und dafür sorgen, dass der Informationszugang deutlich einfacher wird und dadurch mehr und vor allem auch jüngere Menschen über wichtige Projekte und Themen im Dorf informiert sind.»  

Über die Bevölkerungsumfrage in Obfelden

Die repräsentative Online-Umfrage fand im September 2019 statt und wurde von der Kommunikationsagentur C-Factor AG im Auftrag der Gemeinde Obfelden durchgeführt. Unter den 450 Teilnehmern waren fast gleich viele Frauen wie Männer aus Obfelden, quer durch alle Alterssegmente. 85% der Teilnehmer leben seit sechs oder mehr Jahren in Obfelden; über 40% arbeiten in Obfelden oder im Bezirk Affoltern, der Rest hauptsächlich im Grossraum Zürich oder Freiamt, Zug und Luzern. 

Quelle: Medienmitteilung Gemeinde Obfelden