Im Rahmen der öffentlichen Auflage des Verbundfahrplanprojekts 2027/2028 des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) hat die Gemeinde Obfelden sowohl Eingaben aus der Bevölkerung geprüft als auch eigene Begehren formuliert und fristgerecht eingereicht. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Gemeinde hervor.
Die Begehren aus der Bevölkerung würden Früh- und Spätverbindungen am Wochenende, Abendanschlüsse aus dem Raum Zug sowie Reisezeiten in Richtung Mittelland umfassen.
Auswirkungen vertieft prüfen
Für den Fahrplanwechsel im kommenden Dezember plant der ZVV zusammen mit dem Kanton Aargau verschiedene Anpassungen zugunsten der Fahrplanstabilität. So will man der Linie 217 zwischen Affoltern am Albis und Muri AG mehr Zeit geben. Das soll für sicherere Verbindungen sorgen, aber ergibt auch längere Reisezeiten. Durch die geänderten Abfahrtszeiten des 217er-Postautos, sollen auch die Fahrten der Linie 212 angepasst werden. Diese Linie würde neu die Anschlüsse an die S5 nach Zürich sicherstellen. Die Linie 217 würde neu die Anschlüsse an die S5 nach Zug bzw. die S14 nach Zürich gewährleistet. Diese Anpassungen sind per Mitte Dezember 2026 geplant.
Dazu fordert der Gemeinderat Obfelden nun „die Auswirkungen der vorgesehenen Anpassungen nochmals vertieft zu prüfen“. Weiter möchte die Gemeinde, dass die Verbindungen zu den Hauptverkehrszeiten verbessert werden und das Angebot am Abend optimiert wird. Darunter würden verlängerte Betriebszeiten einzelner Buslinien sowie bessere Verbindungen an Wochenenden fallen.
Express-Verbindungen nach Zürich und Rotkreuz
Als weitere spannende Idee wurde die Einführung einer Express-Verbindung nach Zürich Enge per Bus als Begehren eingereicht. Bisher müssen die Obfelderinnen und Obfelder den 200er-Bus ab Affoltern am Albis nutzen. Mit der Express-Verbindung wäre wohl angedacht, dass ein Bus direkt ab Obfelden via A4 nach Zürich fährt.
Langfristig regt die Gemeinde auch zusätzliche Angebotsentwicklungen an. So wird von einer Expressverbindung von Obfelden ins zugerische Rotkreuz gesprochen oder auch von einer Buslinie, welche Ottenbach via Obfelden mit Mettmenstetten verbindet.
Die Begehren werden nun auf Seiten ZVV geprüft. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass eine Umsetzung in der Regel nicht innert Monaten sondern eher nach Jahren geschieht.
