Stellungnahme IG Sicherer Schulweg zu den Mehrkosten des Autobahn-Zubringers

Herbe Enttäuschung für die Bevölkerung von Obfelden und Ottenbach

Die Geduld der rund 1’000 Schülerinnen und Schüler sowie 8000 Einwohnerinnen und Einwohner von Obfelden und Ottenbach wird weiter strapaziert: Bevor der A4-Zubringer gebaut und damit die Verkehrs- und Schulwegsicherheit endlich verbessert werden kann, muss der Zürcher Kantonsrat einen Zusatzkredit genehmigen. 

Bis zuletzt hatte die Zürcher Baudirektion einen Baubeginn im Frühjahr 2019 in Aussicht gestellt – doch nun kommt ein jäher Rückschlag. Aufgrund von erhöhten Baukosten sowie Zusatzaufwänden bei der Projektierung, beim Landerwerb sowie der Entsorgung von Altlasten entstehen Mehrkosten von 5,36 Millionen Franken, die vom Kantonsrat bewilligt werden müssen. Das Resultat: Eine weitere Projektverzögerung um mindestens ein Jahr. 

Philipp Schweiger, Co-Präsident IG Sicherer Schulweg, übergibt Christian Kull, Projektleiter A4-Zubringer beim Tiefbauamt des Kantons Zürich, schon mal den Spaten für den Spatenstich

«Wir haben mittlerweile rund 1’000 Schulkinder in Obfelden und Ottenbach, die nach wie vor einen Schulweg mit erheblichem Durchgangs- und Schwerverkehr in Kauf nehmen müssen, und das auf einer Länge von bis zu einem Kilometer», sagt Philipp Schweiger, Co-Präsident IG Sicherer Schulweg. «Dass es nun zu einer weiteren Projektverzögerung kommt, ist eine herbe Enttäuschung für uns alle. Wir fordern alle Betroffenen auf, das Gemeinwohl ins Auge zu fassen und alles daran zu setzen, dass unsere Dorfzentren endlich entlastet werden.»

Die IG Sicherer Schulweg fordert im Einzelnen:

  • Vom Kantonsrat: Eine zügige Bewilligung des Zusatzkredits für den A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach. Es handelt sich dabei um ein Vorhaben, das von der Zürcher Stimmbevölkerung 2012 mit grosser Mehrheit gutgeheissen wurde und nun endlich realisiert werden soll. Das Projekt ist bis in alle Details geplant und beinhaltet nicht zuletzt auch umfangreiche Umweltschutzmassnahmen sowie zwei Kilometer neue Geh- und Radwege. 
  • Von der Baudirektion: Die Fortsetzung der Projektierungsarbeiten mit voller Kraft, so dass der Baubeginn rasch möglichst erfolgen kann. 
  • Von den Privatpersonen in Obfelden und Ottenbach, die vom Projekt betroffen sind: Eine kooperative Haltung, so dass dem Bauprojekt nicht noch weitere Steine in den Weg gelegt werden. Die demokratischen Einspracherechte wurden bereits ausgiebig wahrgenommen – und das ist OK so. Nun ist es jedoch Zeit, wieder das Gemeinwohl ins Auge zu fassen und gemeinsam Lösungen zu finden. 

Wer ist die IG SICHERER SCHULWEG?
Die IG Sicherer Schulweg ist eine parteiübergreifende Vereinigung von Eltern und Dorfbewohnern aus Obfelden und Ottenbach, die sich für Verkehrssicherheit, insbesondere sichere Schulwege und menschenfreundliche Dorfzentren einsetzt. Sie hat im Jahr 2012 die kantonale Abstimmungs-kampagne für den A4-Zubringer geführt, mit dem Ziel, Obfelden und Ottenbach vom Durchgangs- und Schwerverkehr zum Autobahnanschluss Affoltern a. A. zu entlasten und den heute rund 1’000 Schülerinnen und Schülern ein sicheres Erlebnis «Schulweg» zu ermöglichen. www.sicherer-schulweg.ch

Bericht zur Verfügung von IG Sicherer Schulweg. obfelden.info hat bereits am 11. August 2019 über die neue Entwicklung berichtet.

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