Wahlen 2026: Schulpflege-Kandidatin: Vanessa Schönbächler

Lesezeit: 3 Minuten

In die Schulpflege möchten gleich sieben Kandidierende, zwei Bisherige und fünf Neue, Einsitz nehmen. Sie bewerben sich um die vier Plätze. Zwei Mitglieder der Schulpflege (Benno Steinmann und Karin Steigmeier) stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl.

Für das Primarschulpräsidium tritt mit Antonio Ricciardi nur eine Person an. Er wird in Obfelden im Rahmen der Gemeinderatswahlen gewählt.

obfelden.info hat Vanessa Schönbächler einige Fragen gestellt. Auch alle anderen Kandidierende werden diese Fragen noch beantworten.

Können Sie sich kurz vorstellen?

Ich bin 46 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 12 und 14 Jahren. Wir wohnen seit 16 Jahren in Obfelden. Ursprünglich habe ich Betriebsökonomie mit Fachrichtung Wirtschaftskommunikation studiert und arbeite momentan bei der SBB in der Unternehmenskommunikation, zuständig für Ausbau -und Infrastrukturprojekte der Bahn.  Meine Freizeit verbringe ich gerne aktiv draussen in der Natur oder auf dem Tennisplatz, ich lese gerne und viel und widme mich kreativen Projekten.

Was reizt Sie am Amt in der Primarschulpflege?

Die Schule ist ein sehr lebendiger Ort, die letzten vier Amtsjahre waren intensiv, einige Dinge wurden neu entschieden, Zukünftiges aufgeleist und angedacht. Und es geht im raschen Tempo weiter, die Herausforderungen werden nicht weniger. Damit die Primarschule Obfelden den Schulkindern auch künftig ein motivierendes, freundliches und stabiles Lernumfeld bieten kann, möchte ich mich weiterhin engagiert dafür einsetzen.

Welche Fähigkeiten möchten Sie bzw. bringen Sie in die Schulpflege mit ein?

Vanessa Schönbächler

In den letzten vier Jahren war ich für das Ressort Finanzen und Informatik zuständig. In beiden Bereichen bringe ich Fachwissen, Erfahrung und persönliches Interesse mit und möchte die begonnenen Projekte konsequent weiterführen. Ich gehe Herausforderungen gerne strukturiert und lösungsorientiert an und habe den Anspruch, nachhaltige Lösungen zu finden – auch wenn diese nicht immer der bequemste Weg für alle sind. Besonders im Finanzbereich lohnt es sich dies genau zu prüfen.

Was läuft Ihrer Meinung nach gut an der Primarschule Obfelden?

Der Wechsel des Schulmodells hat sich aus meiner Sicht klar bewährt. In den Schulzimmern ist es ruhiger geworden, und die Rückmeldungen von Lehrpersonen und Eltern sind sehr positiv. Die Umstellung war organisatorisch anspruchsvoll und bringt insbesondere in der Klassenbildung neue Herausforderungen mit sich. Dank dem grossen Engagement aller Mitarbeitenden ist dieser Prozess jedoch sehr gelungen. Zudem – und das ist natürlich eine Innensicht – verfügt die Primarschule Obfelden über viele sehr engagierte Mitarbeitende, die sich täglich mit viel Herzblut für die Schulkinder einsetzen.

Was läuft weniger gut?

Verbesserungspotenzial sehe ich bei gewissen internen Abläufen und Prozessen. Diese könnten teilweise effizienter gestaltet werden; es braucht viele Abstimmungen insbesondere in der Verwaltung und wir arbeiten immer noch stark papierbasiert. Auch sind unsere Schulleitung und Schulverwaltung sehr stark ausgelastet, da immer mehr und komplexere Aufgaben dazukommen.

Was sehen Sie zurzeit als die grössten Herausforderungen?

Wer kürzlich wieder in einem Schulzimmer war, merkt schnell: Viele der aktuellen Herausforderungen werden von aussen an die Schule herangetragen. Sie muss zunehmend Aufgaben übernehmen, die über den reinen Bildungsauftrag hinausgehen und leistet immer mehr Erziehungsarbeit. So zeigt sich beispielsweise der Einfluss digitaler Medien bereits im Kindergarten – etwa in einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne oder einer sinkenden Frustrationstoleranz. Gleichzeitig nehmen die Unterschiede in den individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten der Kinder kontinuierlich zu. Um allen Kindern gerecht zu werden und ihnen die notwendigen Grundkompetenzen zu vermitteln, sind zusätzliche Ressourcen oder spezielle Förderlösungen erforderlich. Auch auf politischer Ebene werden Entscheidungen getroffen, die den Alltag in den Schulzimmern oft nicht ausreichend berücksichtigen.  

Vielen Dank für die Antworten. Das Interview wurde schriftlich geführt.

Die weiteren Kandidierenden

Dominik Stierli

Dominik Stierli schreibt seit 2018 für obfelden.info und hat unterdessen sein Hobby zum Beruf gemacht. Seit 2022 schreibt er als Redaktor auch für den Affolter Anzeiger. Über schreibende Unterstützung bei obfelden.info freut er sich jederzeit.

Alle Beiträge ansehen von Dominik Stierli →