Spannender Einblick in den Obfelder Biohof Schneebeli

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Insgesamt neun Bauernhöfe öffneten am Sonntag ihre Tore fürs Publikum. Mit der Aktion „von puur zu puur“ lud der Zürcher Bauernverband die Bevölkerung ein, die unterschiedlichsten Landwirtschaftsbetriebe kennenzulernen. Das Interesse, nicht zuletzt wegen dem schönen Wetter, war auch bei Familie Schneebeli in Obfelden gross.

Die Kinder stürmten den Strohspielplatz oder freuten sich auf das Kasperli-Theater. Die letzte Vorstellung um 15 Uhr bot gleich zwei Geschichten. Aber auch sonst war der Bio-Bauernhof auf der Weid sehr gut besucht. Inhaber Fabian Schneebeli meinte, dass es seit dem Morgen ein stetiger Betrieb war. Über den Mittag konnte man sich mit dem Maisgericht Bramata an Pilz- oder Tomatensauce oder auch einer Hofbratwurst verpflegen. Dazu kam ein grosses Kuchenbuffet, welches bei den Leuten, aber auch bei den Wespen sehr beliebt war.

Pilzzucht in Obfelden

Der Hof selbst bot verschiedene Informationstafeln zum Betrieb. Neben Mutterkühen und Ackerbau konzentriert sich die Familie Schneebeli auf den Pilzanbau. Dazu wird ein Substrat aus Stroh hergestellt. Auf dieses Substrat wird danach der Pilz gesät. „Die Hygiene ist dabei sehr wichtig“, erklärt der Pilzzüchter. Eine Verunreinigung kann zu Problemen führen. Das „geimpfte“ Substrat kommt danach ins Gewächshaus, wo drei bis vier Wochen später die Austernpilze geerntet werden können. Dieser wird im eigenen Hofladen verkauft, geht aber über Bio-Partnerläden in die ganze Schweiz. Seit einem Jahr verkauft auch Coop die regionalen Austernpilze.

Auch andere Betriebe, wie der Hof der Familie Müller in Mettmenstetten war gut besucht. Viele Familien aus Obfelden nutzten den Anlass für eine kleine Velo-Tour von Hof zu Hof. Der Herbstbeginn kommende Woche warf seinen Schatten voraus, mal windig, mal sonnig, mal heiss – das waren die Bedingungen an diesem Sonntag. Der Einblick in den Hof und die Geselligkeit aber sehr angenehm und spannend.