Noch dauert es mehr als einen Monat bis zu den Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden vom Sonntag, 8. März. Auch die Wahlunterlagen werden erst in gut zwei Wochen an die Haushalte verteilt. Bereits jetzt wird mit Wahlplakaten geworben und auf den sozialen Medien um Stimmen gebeten.
Die Ausgangslage in Obfelden verspricht Spannung. Nach zwei Rücktritten aus dem Gemeinderat sind diese Sitze wieder zu besetzen. Für das Primarschulpräsidium tritt mit Antonio Ricciardi nur eine Person an, für den verbliebenen Sitz im Gemeinderat mit Philipp Schwendimann und Yves Dietre gleich zwei Personen. Dazu kommt es auch zur Wahl um das Amt des Gemeindepräsidenten. Die momentan als Tiefbauvorsteherin amtende Diana Caruso möchte Stephan Hinners ablösen.
Plakat gestohlen

Nun beklagt sich die Sozialdemokratische Partei, dass ihr Plakat bei der Kreuzstrasse in Obfelden gestohlen wurde. Co-Präsidentin Maria Kapossy schreibt auf dem digitalen Dorfplatz Crossiety: „Plakate abzureissen und zu stehlen ist kein politisches Statement, sondern einfach nur ärgerlich.“ Dazu kommentiert SP-Kandidat Philipp Schwendimann, dass hoffentlich jemand jetzt Freude an der Blache habe und diese vielleicht bei jemanden zu Hause hänge. „Damit nicht alle Plakate verschwinden: stehe gerne für Selfies zur Verfügung, einfach melden :)“, schreibt er weiter.
Rundum-Schlag auf Crossiety

Aber auch sonst gibt es Beiträge zu den Wahlen auf Crossiety. Diana Caruso, welche Gemeindepräsidentin werden möchte, holt in einem Beitrag vom 29. Januar 2026 zum Rundum-Schlag aus. In einem längeren Artikel moniert sie Missstände im Gemeinderat und der Verwaltung. Spezifisch prangert sie den amtierenden Präsidenten Stephan Hinners an. Weitere Namen nennt sie nicht, spricht aber vom „Grünliberalen“, vom „Ehemann der Präsidentin der Kirche“ und von einem Schreiberling. Caruso spricht dabei von einem geordneten Durcheinander und von verschwimmenden Zuständigkeiten.
Ob in einer Behörde, welche nach dem Kollegialitätsprinzip funktionieren sollte, solche öffentliche Kritik im Wahlkampf angebracht ist, kann jeder Wähler oder Wählerin selbst entscheiden. Man darf gespannt sein, wie die weiteren Parteien auf den Beitrag reagieren.
