Wahlen 2026: Schulpflege-Kandidatin: Sarah Birolini

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In die Schulpflege möchten gleich sieben Kandidierende, zwei Bisherige und fünf Neue, Einsitz nehmen. Sie bewerben sich um die vier Plätze. Zwei Mitglieder der Schulpflege (Benno Steinmann und Karin Steigmeier) stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl.

Für das Primarschulpräsidium tritt mit Antonio Ricciardi nur eine Person an. Er wird in Obfelden im Rahmen der Gemeinderatswahlen gewählt.

obfelden.info hat Sarah Birolini einige Fragen gestellt. Auch alle anderen Kandidierende werden diese Fragen noch beantworten.

Können Sie sich kurz vorstellen?

Als 42-jährige diplomierte Pflegefachfrau HF und Teamleiterin bei der Spitex Knonaueramt verbringe ich meine Freizeit am liebsten auf dem Velo, in den Bergen oder beim Tauchen.

Was reizt Sie am Amt in der Primarschulpflege?

Am Amt in der Primarschulpflege reizt mich, dass ich die Rahmenbedingungen für gutes Lernen und Aufwachsen in Obfelden aktiv mitgestalten kann. Mich interessiert die strategische Arbeit an der Schnittstelle zwischen Schule, Elternhaus und Gemeinde. Immer mit dem Ziel, Kindern stabile und förderliche Strukturen zu bieten.

Welche Fähigkeiten möchten Sie bzw. bringen Sie in die Schulpflege mit ein?

Sarah Birolini

Aus Pflege, Führung und Armee bringe ich einen ruhigen Blick in anspruchsvollen Situationen, Entscheidungsfreude und Erfahrung mit komplexen Organisationen mit. Mein Kompass für die Arbeit in der Primarschulpflege heisst: Nachhaltigkeit, Stabilität, Wertschätzung und Offenheit – verbunden mit Struktur, Klarheit, Verantwortung und einer transparenten Kommunikation.

Was läuft Ihrer Meinung nach gut an der Primarschule Obfelden?

Ich bin (noch) nicht Teil der Primarschulpflege und masse mir deshalb kein abschliessendes Urteil an. Aus Sicht einer Bürgerin nehme ich jedoch engagierte Lehrpersonen und eine Schule wahr, die sich aktiv den aktuellen Herausforderungen stellt, Veränderungen transparent kommuniziert und sich im Dorfleben zeigt.

Was läuft weniger gut?

Von aussen ist es schwierig, klare Schwachstellen zu benennen. Auffällig ist für mich, dass die Schule in den letzten Jahren mehrere grössere Veränderungen, etwa bei der Klasseneinteilung, bewältigen musste. Prozesse, die für alle Beteiligten viel Energie kosten und Zeit brauchen, um sich zu stabilisieren.

Was sehen Sie zurzeit als die grössten Herausforderungen?

Eine zentrale Herausforderung sehe ich in den stark gestiegenen Erwartungen an das Lehrpersonal: Unterrichten, fördern, integrieren, Elternarbeit leisten und gleichzeitig mit sehr heterogenen Klassen umgehen – das alles braucht gute Unterstützung und klare Prioritäten. 

Ebenso anspruchsvoll ist der Umgang mit der digitalen Entwicklung, etwa bei Handys und anderen Geräten. Im Primarschulalter halte ich klare, gemeinsam getragene Regeln für wichtig, die Kinder Schritt für Schritt an einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien heranführen.

Vielen Dank für die Antworten. Das Interview wurde schriftlich geführt.

Die weiteren Kandidierenden

Dominik Stierli

Dominik Stierli schreibt seit 2018 für obfelden.info und hat unterdessen sein Hobby zum Beruf gemacht. Seit 2022 schreibt er als Redaktor auch für den Affolter Anzeiger. Über schreibende Unterstützung bei obfelden.info freut er sich jederzeit.

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