Grossandrang an der Expo am Sonntag

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Der letzte Tag der Expo Obfelden brachte nochmals viele Besucher auf das Zendenfrei-Areal. Besonders das Kinderkonzert mit Andrew Bond zog vor allem Familien in Scharen an. Aber auch sonst war das Gelände sehr gut besucht.

Gut 170 Personen genossen am Morgen den Jubiläums-Brunch der Gemeinde. Mit frischen Brötchen, Zopf, feinen Käse- und Fleischplatten war die Auswahl gross. Dazu kamen Rührei, Speck und Würstchen. Kaffee, Tee und Milch wurden aufmerksam und ausgiebig serviert.

„Obfelden boomt, Obfelden ist in“

Gemeindepräsident Stephan Hinners blickte kurz auf die Entstehung der Gemeinde zurück. „Am 15. Februar 1847 wurde Obfelden eine eigenständige Gemeinde“, erzählte Hinners. Man sei zwar die jüngste Gemeinde im Amt, aber habe am zweitmeisten Einwohner. „Obfelden boomt, Obfelden ist in“, führt er weiter aus und ergänzt gleich, dass somit auch verschiedene Infrastruktur-Aufgaben zu lösen sind. Es werde eine spannende Zukunft, aber es werde auch Diskussionen geben.

Ab 11 Uhr konnte man auf der Piazza den Klängen des Obfelder Musikvereins lauschen. Auch das Expo-Zügli war begehrt und so manche Karussell-Fahrten wurden von Grosseltern, Gotten oder Göttis finanziert. Auf der Hüpfburg herrschte oft ein grosses Gedränge.

Grossandrang auf dem Gelände

Fast alle waren gegen 14 Uhr überrascht, was sich im Event-Zelt abspielte. Vor der Bühne sassen gegen 100 Kinder plus im hinteren Teil auf den Bänken nochmals gut 200 Personen, teils mit Kindern. Grund dafür war der bekannte Musiker und Kinderliedermacher Andrew Bond. Wie der Musiker nach dem Konzert sagte, war dies für ihn nicht verwunderlich. Vor grossem Publikum habe er schon oft gespielt, aber seit der Pandemie ist das Interesse noch grösser.

Beim Konzert hatte der Kinderliedermacher die Kinder sofort auf seiner Seite. Die Erwachsenen wurden noch kurz darauf aufmerksam gemacht, dass es hier jetzt um die Kinder geht und sie allfällige Gespräche draussen führen sollten. Die Kinder machten lautstark mit. Ein kleiner Heimvorteil hatte Bond in Obfelden. Sein Bruder unterrichtet hier und so gab es auch schon mal ein Privatkonzert für die Obfelder Primarschüler.

Etwas Ablenkung zum Schluss

Nach dem Grossandrang durften als letzte Darbietung der Expo 2022 noch die Truppe von Rickli-Training vor die Bühne. Mit ihren Steppern zeigten diese eine Vorführung.

In den Ausstellungshallen nahm das Interesse langsam ab. Kurz nach 17 Uhr war dann auch nicht mehr die Expo das dominierende Thema, sondern das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln. Dort stand jetzt der Schlussgang an, was auf zahlreichen Screens mitverfolgt wurde. Joel Wicki wurde Schwingerkönig und die Expo schloss langsam ihre Tore.

Das Schwingfest macht jetzt drei Jahre Pause, die Expo Obfelden deren vier. Man freut sich jetzt schon auf die nächste Ausgabe 2026.