von Dominik Stierli für obfelden.info und den Affolter Anzeiger
Michael Egger bezeichnet die Telekom-Branche als sein Steckenpferd. Gestartet ins Berufsleben war er mit einer kaufmännischen Lehre bei der SBB, wo er auch während 13 Jahren in verschiedenen Funktionen tätig blieb. Ab dann kümmerte er sich um verschiedene Führungs-Aufgaben bei Sunrise/UPC. Seit zwei Jahren arbeitet er als Leiter Verkauf Telekom bei der WWZ in Zug.
Kein Schlafdorf

In seiner Freizeit ist der 51-Jährige gerne unterwegs. Wenn er Ferien mache, dann ausgiebig. Zudem ist er seit über 20 Jahren Präsident in der Sektion Zürich des SERV, einer Freizeitorganisation welche Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zusammenbringt. «Zusammen mit den meist älteren Mitgliedern werden um die 15 Reisen und Ausflüge pro Jahr unternommen», erklärt er den Vereinszweck.
Aufgewachsen in Sargans, war er danach häufig im Raum Zürich zu Hause. Nach Obfelden kam er 2007. «Obfelden war mir vom Beachvolleyball-Turnier her bekannt», erklärt er zur Wahl der Gemeinde. Genau für solche Sachen will er sich in Obfelden auch einsetzen. «Obfelden ist noch ein Dorf mit Eigenleben und kein Schlafdorf», sagt er dann auch. Das sei unter anderem den Vereinen und Kultur Obfelden zu verdanken, was in Zukunft aber unterstützt und unterhalten werden müsse.
10 bis 20 Jahre strategisch mitplanen
Ihm ist es wichtig im Dorf alle miteinzubeziehen, sieht mit der Zuwanderung und vielen älteren Personen zwei Schwerpunkte für die Zukunft. Egger denkt zudem langfristig. «Ich finde es spannend die nächsten 10 bis 20 Jahre einer Gemeinde strategisch mitzuplanen», meint er zu seiner Motivation für das Amt. Dass es schlussendlich ein 7-köpfiges Gremium ist, indem man Mehrheiten schaffen muss, ist ihm bewusst. Ein Schiff benötige einen Kompass und seiner Meinung nach auch eine Gemeinde. «Es würde der Gemeinde guttun, wenn die Bevölkerung weiss, wo es hingeht», erklärt er.
Den Entscheid für eine Kandidatur reifte bei Egger nach dem Rücktritt seiner Frau Isabelle Egger, welche von 2018 bis 2023 im Gemeinderat war. «Da habe ich mich damit auseinandergesetzt, was so ein Amt überhaupt heisst», sagt er. Den Ausschlag für die Kandidatur gab ihm schliesslich die Anfrage der SP, welche ihn nun portiert hat. Nach der Aktion «Auf ein Bier mit der SP» folge noch eine Überraschung bei seinen Werbemassnahmen und er hoffe, dass am 6. November möglichst viele Leute zum Wahlpodium kommen werden.
