Das Abenteuer beginnt! Rahel Weber an der Berufs-WM in Russland.

Heute ist die Obfelderin Rahel Weber in ihr wohl bisher grösstes Abenteuer gestartet. In 7 Tagen beginnen für die 21-Jährige die WorldSkills. Bei diesen Weltmeisterschaften messen sich junge Berufsleute bis maximal 22 Jahren. Zusammen mit Rahel Weber sind weitere 41 Jugendliche aus der Schweiz am Start in der russischen Stadt Kasan.

Rahel Weber arbeitet im Moment zu 60% in der Richemont Fachschule (Bildungs- und Dienstleistungszentrum Bäckerei-Konditorei-Confiserie) in Luzern. Sie erstellt dort für das öffentliche Restaurant Patisserie und hilft auch bei Kursvorbereitungen. obfelden.info hat die Obfelderin einige Tage vor dem Start zum grossen Abenteuer befragt.

Die Obfelderin Rahel Weber beim Interview

obfelden.info: Am Freitag geht es für dich los. Wie wird die Anreise verlaufen?

Rahel Weber: Am Freitag ist der Abflug mit allen Teammitgliedern und Betreuern. Auch ein Übersetzer ist schon dabei. Die weiteren Personen folgen etwas später. Zuerst geht es in ein Hotel zum sogenannten Vorcamp. Das dient der Akklimatisierung und der Erholung. Zudem gibt es noch Mentaltraining.

Rahel Weber kurz vor dem Abflug.

Wie geht es danach weiter?

Ab denm 20. August ziehen wir alle in ein Gebäude, welches nur 20 Minuten vom Wettkampfort entfernt liegt. Dort werden voraussichtlich alle deutschsprachigen Teilnehmer einquartiert sein. Es folgt ein Einrichtungstag und die Eröffnungsfeier. Ab 23. August 2019 starten die Wettkämpfe.

Wie läuft der Wettbewerb genau ab?

Das Hauptthema, welches wir bereits wissen und auf das wir trainieren, ist „Formel 1“. Dazu gibt es an allen 4 Wettkampftagen verschiedene Aufgaben. Die ersten 3 Tage haben wir dazu 4 1/2 Stunden Zeit. Für den letzten Teil am 4. Tag bleiben nur 2 1/2 Stunden.

Die Aufgaben für die 4 Tagen lauten wie folgt:

Beispiel Petit four
  • 1. Tag: Zuckerschau-Stück und ein Überraschungsstück.
  • 2. Tag: Buttercreme-Torte mit Marzipan.
  • 3. Tag: eine Sorte Praliné (20 Stück) und eine Überraschungsaufgabe.
  • 4. Tag: zwei Überraschungsaufgaben
    (Dessertteller mit 4-5 Komponenten / Petit four (Kleingebäck).

Immerhin erfahren wir die Überraschungsaufgaben zwei Tage im Voraus, um noch Material zu bestellen. Allerdings bleibt keine Möglichkeit zu üben.

Hast du Unterstützung durch Küchenhelfer?

Nein, das muss alles selbst erledigt werden und vor Ablauf der Zeit auf dem Tisch der Jury platziert sein. Es ist besser etwas halb fertiges bereit zu stellen, als gar nichts oder zu wenig zu haben.

Wie wird bewertet?

Jedes Land stellt einen Experten pro Beruf. Diese müssen sich aber auch noch für die Jury qualifizieren . Es werden aber nicht öffentlich Punkte vergeben, sondern man muss auf die Siegerehrung warten. Dort werden die Podestränge bekannt, aber auch Diplome an die weiteren Ränge verteilt.

Woher kommen die Zutaten?

Die kommen alle aus Russland. Gerade bei der Schokolade ist das heikel und ungewohnt. Ich konnte aber die gewünschte Schokolade auswählen und die letzten Tage auch mit dieser in der Schweiz trainieren.

Wie viele Konkurrenten hast du?

Es sind noch 24 weitere Mitstreiter in der Kategorie „Bäcker, Konditor, Confiseure“. Die besten kommen aus den asiatischen Ländern.

Welches Ziel hast du?

Das Beste geben. Ich hatte eine sehr gute Vorbereitung. Wie weit das geht, kommt am Wettkampf auf die Konkurrenz und meine Tagesform an. Das i-Tüpfelchen wäre schon ein Podestplatz.

Wer darf die Wettbewerbstücke eigentlich aufessen?

(lacht). Das weiss ich selbst gar nicht. Ich glaube aber nicht, dass dies nach der Jury noch ans Publikum gehen. Beim Training in Luzern sind meine Torten meistens ans restliche Personal gegangen oder auch mal nach Hause.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg!

obfelden.info wird hier und auf der Facebookseite während dem Wettkampf berichten.

Danke fürs Teilen!

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