Benno Hagenbuch geht nach 30 Jahren in Pension

Der beliebte Hauswart prägte ein Stück Obfelder Schulgeschichte

«Er konnte nicht nein sagen», so beschreiben viele Obfelder ihren Schulabwart Benno Hagenbuch. Er sagte «Ja» und machte möglich, was er konnte. Und was er noch nicht konnte, schaute er den Handwerkern ab, um es nächstes Mal zu können. Benno Hagenbuch war ein Allrounder mit weichem Herzen und grosszügiger Dienstleistungsbereitschaft.

Esther und Benno Hagenbuch traten 1990 in die Fussstapfen von Lisa und Albert Gut, dem beliebten Abwart-Ehepaar des damals noch recht neuen Schulhauses Schlossächer. Früher mussten sich auch die Ehefrauen verpflichten, keiner anderen Erwerbstätigkeit nachzugehen und im Schulhaus mitzuarbeiten. 

Esther und Benno Hagenbuch waren immer offen für Anliegen von Lehrpersonen, Schüler und Eltern und begleiteten beispielsweise geduldig und freundlich freundlich beim Holen von vergessenen Aufgaben und Turnsäcken. Sie stifteten Streitigkeiten auf dem Schulhof, trösteten Lehrpersonen, und sprangen früher sogar für sie ein und unterrichteten kurz eine Klasse, bis beispielsweise eine verspätete Lehrperson eintraf. 

Im Laufe der Jahre übernahm Benno Hagenbuch zusätzlich die Schulanlage Chilefeld, später auch die Oberstufenschulhäuser. Anfangs 2018 wurden die Schulgemeinde und die Politische Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde zusammengeführt. Seine berufliche Funktion hiess nun «Chef Hauswartung» für den gesamten Liegenschaftenbestand der Politischen Gemeinde. 

Damit wurden die Aufgaben von Benno Hagenbuch immer komplexer. Und brachten mehr Arbeit, vor allem auch im administrativen Bereich. «Ohne meine Frau Esther hätte ich das nie geschafft», ist sich der Abwart bewusst.

Eine Ära in der Primarschule Obfelden geht zu Ende. Benno Hagenbuch (zweiter von links) wird pensioniert. Gemeinderat Stephan Hinners, Schulpfleger Marcel Tillmann sowie Gemeinderat und Schulpflegepräsident Werner Kurt (von links) überbrachten Benno Hagenbuch und seiner Frau Esther (Bildmitte) den Dank der Behörden. (Foto Regula Zellweger)

Da die Räumlichkeiten der Abwartswohnung von der Schule beansprucht wurden, zogen Esther und Benno Hagenbuch aus der Wohnung im Schulhausareal Schlossächer, wo ihre drei Kinder gross geworden waren, aus und bezogen eine Eigentumswohnung in Wolsen. 

Als Benno Hagenbuch Ende Februar das grosse Plakat neben dem Schulhauseingang las, kamen ihm Tränen. Die Lehrerschaft bekundete so ihre Dankbarkeit: «Best-Hausmeister. Der mit der Engelsgeduld. Nicht verzagen – Benno fragen. Tausend Dank für alles. Hoch die Hände – Arbeitsende.» 

Voller Hochachtung und Dankbarkeit äusserten sich auch Vertreter der Obfelder Behörden, insbesondere der Schulpflege. 

Esther Hagenbuch wird noch ein Jahr im Dienst der Schule weiterarbeiten. «Wir gehen es gestaffelt an», lacht sie. Ihr Mann hat schon eine Menge Ideen. Nun kann er im Ferienhaus im Entlebuch gemütlich nötige Arbeiten erledigen. Er liebt seine Enkelkinder und wird sich vermehrt als Grossvater einbringen. Er kann sich auch vorstellen, im Sport- und Schwimmbereich, wo er Weiterbildungen absolviert hat, weiter tätig zu sein. 

Regula Zellweger

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